Von einander lernen durch gemeinsames Leben und Arbeiten - Partnerschaftsprojekt Trinkwasser (Berufsbildende Schule 3 der Region Hannover / Lwandai Post Primary School / Lwandai Secondary School in Mlalo, Tansania)

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Entstehung/Aktivitäten

Zum Profil unserer Schule

Die Berufsbildende Schule 3 der Region Hannover ist eine gewerblich berufsbildende Schule und bildet in den Berufsfeldern Bau-, Holz-, Metalltechnik (Versorgungstechnik), sowie Farbtechnik und Raumgestaltung die Auszubildenden in ihrem jeweiligen Ausbildungsberuf (rund um den Bau) in der Berufsschule aus. Weitere Schulformen an der BBS 3 sind Berufsaufbauschule-Technik, Fachoberschule-Technik und Berufsoberschule-Technik.

Mit ca. 100 Kolleginnen unterrichten wir ca. 3000 Schülerinnen in ca. 180 Teilzeit- und Vollzeitklassen.

Wir waren EXP0 2000 - Projektschule und seit 1990 unesco-projekt-schule und setzen uns entsprechend den Grundsätzen der UNESCO für eine Kultur des Friedens ein.
Zur Entstehung des Projektes

Bisherige Parnerschaftsarbeit:
Als unesco-projekt-schule pflegen wir seit 1993 eine Partnerschaft mit zu der Lwandai Post Primay School (LPPS), einer kleinen Berufsschule in Mlalo in den Usambarabergen.
Die LPPS ist die einzige Berufsschule in einem großen Einzugsgebiet und in staatlicher Trägerschaft. Mädchen und Jungen können eine berufliche Grundausbildung als Maurer, Tischler oder in Hauswirtschaft und Ernährung erhalten. Unsere zweite Partnerschule, die Lwandai Secondary School (LSS) ist ebenfalls die einzige weiterführende Schule in der Region und in Trägerschaft der evangelisch-lutherischen Kirche von Tansania (ELCT). Unsere gemeinsamen Projekte werden von der North-Eastern-Diocese der ELCT in Lushoto unterstützt.
Neben gegenseitigen Besuchen von Lehrkräften, waren seither zwei Gruppen von Schülerinnen und Schülern aus Mlalo zu Besuch in Hannover und drei Gruppen der BBS 3 in Mlalo. Bei einem Besuch in Mlalo 1997 entstand die gemeinsame Projektidee, die LPPS an das öffentliche Trinkwasserversorgungsnetz anzuschließen.

1999 besuchte eine Gruppe aus 5 Berufsschülern (Gas- und Wasserinstallateure, Zentralheizungs- und Lüftungsbauer und Anlagenmechaniker) zusammen mit zwei Lehrern unsere Partnerschule, um das Projekt zu starten. Die Reise wurde im Rahmen des unesco-projekt-schulnetzwerkes in Kooperation mit einer gleichgroßen Gruppe der Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule Wolfsburg durchgeführt. Damals verlegte die Gruppe in Zusammenarbeit mit den tansanischen Schülerinnen und Schülern 250m Trinkwasserleitungen und 60m Abwasserrohre. Außerdem installierten sie 6 Zapfstellen und 3 Waschbecken.
Neben der Installation war es das Ziel des Projektes, unseren Partnern die Kenntnisse und Fertigkeiten der Wartung und Instandsetzung zu vermitteln.
Die Essentials sind:

· Menschenrechte verwirklichen,
· Anderssein der anderen akzeptieren,
· Umwelt schützen und bewahren,
· Armut und Elend bekämpfen.

Diese Grundsätze versuchen wir durch

· berufliche Umweltbildung am Bau,
· Geschichtswerkstatt Mahnmal Ohestraße,
· globales und interkulturelles Lernen umzusetzen

und durch Begegnungen der Schülerinnen und Lehrkräfte mit denen unserer Partnerschulen in verschiedenen Kulturkreisen in Leipzig, Poznan, Houston und Mlalo/Tansania zu konkretisieren.





Vor Ort wurde jedoch deutlich, dass wir nicht alle notwendigen Techniken vermitteln konnten. Im Jahr 2000 wurden aus diesem Grund zwei Lehrer nach Hannover eingeladen, um das deutsche Ausbildungssystem kennen zu lernen und weitere Installationstechniken praktisch zu erlernen.
Diese erste Phase des Projektes verdeutlichte auch, dass sich dieses über einen längeren Zeitraum erstrecken muss, um eine nachhaltige Verbesserung der Trinkwasserversorgung zu erreichen. Eine Fortsetzung des Projektes durch weitere Gruppen war daher notwendig.



Zuletzt geändert: 30.05.2016 11:15