Schulpartnerschaft Phephana-Braunschweig (Haupt- und Realschule Volkmarode / Shiksha Vikas Samity (Education Development Society, Phephana), Indien)

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Ergebnisse/Materialien

Ergebnisse

  • Aufbau einer Mädchenschule, die jetzt die einzige 12-klassige (ten plus two) im District ist
  • Verbesserung der Grundschulsituation
  • Beseitigung von Skepsis/Vorbehalten gegenüber dem Schulbesuch insbesondere von Mädchen

Unterrichtsmaterialien

  • Projektthemen
  • Projektberichte
  • Reiseberichte
  • Bildmaterial

Die Partner NGO, der "Verein zur Schulentwicklung"
Besonderheiten

  • Begegnungen: sporadische Besuche von Kollegen in Phephana bzw. der Partner bei uns.
  • Unterrichtsprojekte Indientage, Agen, als Thema in der Projektwoche
  • Netzwerkkooperation
  • humanitäre Hilfe Nach Benachrichtigung durch Partner z.B. in akuten Notfällen
  • Kooperation mit Kommune Durch Zusammenarbeit mit dem Verein und dem Entwicklungs-beamten des Bezirks (Block Development Officer)
  • Themenschwerpunkt Lernen ermöglichen, selbst lernen
  • Kommunikationssprache englisch
  • Finanzierung Eigenmittel/Spenden

Angebote

  • Beteiligung an Projekten
  • Entwicklungsberatung / Coaching

Begrüßung der Besucher
Abschied von den Partnern nach 20 Jahren
Volkmarode. Haupt- und Realschule wollen die Zusammenarbeit mit dem indischen Partner fortsetzen

Von Dieter Schäfer (Ausschnitt aus der BZ vom 4.5.2004)



Lehrer und Schüler der Orientierungsstufe im Schulzentrum Volkmarode nehmen Abschied von ihren indischen Partnern in Phephana am Rande der Wüste Tharr. Grund: Zum Ende des Unterrichtsjahres wird die Orientierungsstufe im Zuge der Schulreform aufgegeben. Nach den Sommerferien wollen die im Schulzentrum verbleibenden Haupt- und Realschule die Arbeit fortsetzen.
Für Hauptschulleiter Gerhard Große und den kommissarischen Leiter der Realschule, Jens-Peter Fröhlich, ist die Entscheidung klar: "Die Orientierungsstufe ist seit 30 Jahren im Haus, die Partnerschaft hat bereits Tradition", sagt Große. "So ein wertvolles Projekt muss weitergeführt werden."

Schulgeldempfängerin (Kinderlähmung), sie bekam eine Nähmaschine und betreibt jetzt eine Näherei
Die Arbeit wird geteilt

Die beiden Schulen wollen sich die Arbeit teilen und eine "Arbeitsgemeinschaft Phephana" gründen. Die Hauptschule unterhält seit vielen Jahren eine renommierte Band. Vor allem Konzerte sollen die Kasse klingeln lassen. Mit Sponsorenläufen will die Realschule Geld einspielen. Orientierungsstufenlehrer Günter Mehmke koordiniert die Arbeit. Der Pädagoge wechselt in die Hauptschule.
Vor knapp 20 Jahren hatten Lehrer der Orientierungsstufe Dr. Singh aus Indien kennen gelernt. Der in Hamburg lebende Wissenschaftler beeindruckte die Pädagogen mit seinen Schilderungen der Notlage in Phephana. Ein Förderverein zur Unterstützung der Schulpartnerschaft zwischen der Orientierungsstufe und den öf-fentlichen Schulen in Phephana wurde gegründet.
In einem vier Seiten starken Vertrag vereinbarten wir unsere Zusammenarbeit", erinnert Schulleiter Rainer Tacke. "Wir sind die einzige Orientierungsstufe in Niedersachsen mit einer Partnerschaft in der Dritten Welt."

Ziel der Gemeinsamkeit zwischen den Braunschweigern und den Indern im Bundes-staat Radjastan ist es, unterpriviligierten jungen Indern eine Chance auf Bildung zu geben. Die Partnerschaft ist bei der Unesco und dem Auswärtigen Amt in Berlin angemeldet.

Die Erfolge der Partnerschaft sind beachtlich: Die indischen Schulen wurden mit Möbeln ausgestattet. Bisher mussten die Kinder während des Unterrichts auf dem
staubigen Boden hocken. Ihr Mobiliar wurde von indischen Tischlern angefertigt. "Somit haben wir auch etwas für den indischen Arbeitsmarkt geleistet", ist Schulleiter Tacke zufrieden.
Darüber hinaus wurde durch Kühlung die Qualität des Trinkwassers in der Schule verbessert. Bis dahin war das Wasser sehr warm. Das Risiko der Kinder, an Keimen zu erkranken, war groß. "Die Schüler gingen zum Trinken nach Hause", berichtet Tacke.
Auch viele Mädchen verdanken den Braunschweigern ihre Zukunft: Die kleinen Inderinnen können zur Schule gehen. Mit Unterstützung der Europäischen Union wurde eine Mädchen-Oberschule gebaut. Die Volkmaroder Schüler bekommen durch ihren Einsatz ein gutes Gespür für die bittere Not anderer Menschen.
Für den Einsatz gibt's auch Anerkennung: Der Rotary Club billigte der Schule den Jugendförderpreis 2002 für soziales Engagement zu.

Briefe in englischer Sprache

Das Geld für Phephana kam vor allem durch Sponsorenläufe zusammen. "Im vorigen Jahr haben wir 7000 Euro nach Indien geschickt", berichtet Günter Mehmke.
Die indischen Schüler und die Volkmaroder schreiben sich Briefe in englischer Sprache. "Das kommt unserem Sprachunterricht zugute", erläutert der Schulleiter. Auch stehen Besuche auf dem Programm. "Jeder zahlt seine Reisekosten selbst", versichert Günter Mehmke.







Zuletzt geändert: 30.05.2016 11:15