Kinder malen für die Eine Welt in Osterholz-Scharmbeck und Sagay, Philippinen (Grundschule Buschhausen / S.O.F. A.E. Maranon Elementary School und Maria Lopez Elementary School Sagay, Philippinen)

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Ziele/Inhalte

Ziele

Die Kooperationspartner des Projekts vor Ort werden befähigt, Aspekte der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in ihrer bislang vorwiegend umweltpolitischen Arbeit einzubinden.

Weiterhin werden sie dazu qualifiziert, entwicklungspolitische Themen in den lokalen Agenda-Prozess Osterholz-Scharmbecks einzubringen und konkrete Handlungsmöglichkeiten vor Ort zu entwickeln.

Mit der Organisation eines großflächigen Wandmalprojekts zur Agenda 21 mit Künstlerinnen und Kindern aus Osterholz-Scharmbeck und Sagay, Philippinen, werden sie in ihren organisatorischen Fähigkeiten und interkulturellen Kompetenzen fortgebildet.



Das Projekt zielt weiterhin darauf ab, Gelegenheiten zu eröffnen, bei denen Kinder von Kindern lernen, sich verstehen, ihre Vorstellungen sichtbar machen, die kulturellen Gegebenheiten und Unterschiede verschiedener Länder wahrzunehmen und zu respektieren, ihre Art und Weise zu leben zu erfahren und das Wunderbare ihrer Umwelt wahrzunehmen, dieses in Kinderbildern auszudrücken, mit Kindern einer anderen Kultur zu kommunizieren über Bilder, Briefe und Internet. Dieses Projekt soll freundschaftliche Beziehungen zwischen allen Beteiligten und ein Weg des Friedensbewusstsein schaffen. Durch das Öffentlichmachen der Arbeiten der Kinder durch Ausstellungen ihrer Bilder und durch von ihnen gemalte Wandbilder und die Transformation der Bilder durch zwei Künstlerinnen aus dem jeweiligen Partnerland in zwei weitere Wandbilder, kann der Bewusstseinsprozess auf eine weitere Stufe gehoben werden.

Inhalte

Die Kinder des 1. Jahrgangs der GS Buschhausen in Zusammenarbeit mit der Pestalozzischule und die Kinder des ersten Jahrgangs der S.O.F. A.E. Maranon Elementary School und der Maria Lopez Elementary School Sagay setzen sich mit den Fragen ihrer Um/Mitwelt auseinander und geben ihren Gedanken, Gefühlen dazu mit malerischen Mitteln Ausdruck.

Leitfragen können sein:

  • So wohne ich,
  • mein liebstes Spielzeug,
  • das spiele ich gern, dieses Kinderlied singe ich gern,
  • diese Blumen und Bäume wachsen hier,
  • diese Tiere leben hier.



Bei der Bearbeitung dieser Fragen und im Austausch mit Kindern der Partnerschulen aus Sagay, Philippinen, soll in den Vordergrund das Wunderbare ihres jeweiligen Lebensraumes gestellt werden mit dem Ziel der Identitätsbildung und der daraus resultierenden Öffnung für andere Lebenswelten und deren Würdigung. Sie erfahren so das Andere, Unbekannte als ein selbstverständliches Prinzip von Vielfalt des Planeten Erde. Diese Erfahrungen können in verantwortungsbewusstes Handeln transformiert werden.

Die Kinderbilder werden durch die Künstlerin Barbara Junghans in Zusammenarbeit mit Frau Bohlen-Tebbenhoff zu zwei Wandbildern komponiert, die an der Turnhallenwand der Grundschule Buschhausen von den Kindern selbst ausgemalt werden.

Die Kinderbilder werden außerdem von den beiden Künstlerinnen aus Deutschland und den Philippinen gemeinsam in öffentliche Wandbilder umgesetzt, die in Osterholz-Scharmbeck entstehen.

So werden die Inhalte und Themen des Projekts und die Gedanken der Kinder in den Prozess der Umsetzung der Lokalen Agenda 21 vor Ort integriert.

Methode

Inspiriert durch das weltumspannende UNESCO-Projekt "Mural Global" wird für dieses Projekt die Öffentlichkeitsarbeit und Informationsvermittlung über Wandbilder ausgewählt. Da in Wandmalprojekte immer sehr viele Menschen einbezogen sind, sowohl in dem Entstehungsprozess als auch als BetrachterInnen, stellen sie eine gute Möglichkeit dar, den öffentlichen Austausch über das jeweilige Thema anzuregen.

Das Projekt hat einen starken interkulturellen Aspekt, zum Einen durch den Kontakt von Kindern Deutschlands und Kindern aus den Philippinen, die im Vorfeld der eigentlichen Malaktion ihre Entwürfe für die Eine Welt über Internet austauschen. Zum Anderen wird die interkulturelle Ausrichtung durch die direkte Einbeziehung einer Künstlerin aus den Philippinen in die Wandmalaktion in Osterholz-Scharmbeck noch verstärkt.



Durch die internationale Zusammenarbeit mit den Philippinen werden Informationen über das Land vermittelt. Das Verständnis für andere Kulturen und Lebensweisen wird gefördert.

Die Zusammenhänge zwischen Nord und Süd – hier insbesondere zwischen Osterholz-Scharmbeck und Sagay – werden mit Leben erfüllt und für die breite Öffentlichkeit begreifbar. Dieses erfolgt in einem kommunikativen Prozess, der schon bei der Entstehung des Wandbildes beginnt. Die Arbeit an den Wandbildern soll die Bevölkerung, die Künstlerinnen aus beiden Ländern und die beteiligten Gruppen miteinander ins Gespräch bringen.

Die Wandbilder in Osterholz-Scharmbeck sollen langfristige Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum darstellen, Zeichen von Begegnung.